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Der Gute Salon

Auftakt am 8.9.2023 im Rahmen der Autorenlesung mit Sabine Scolari, ab ca. 20.30 Uhr nach der Lesung.
Anlehnend an die Autorenlesung der Kinderbücher von Sabine Scolari wird im Anschluss an diese im Rahmen des Guten Salon das Thema Kinderbücher im Vergleich und Verlauf der späten Neuzeit bis in die moderne erörtert. Es soll v.a. um die Fragen gehen, ob historisch viel publizierte und pädagogisch einschlägig bekannte Bücher wie z.B. der Struwwelpeter, Winnetou und Max und Moritz heutzutage noch zeitgemäß seien können und trotz aller Kritiken einen Mehrwert produzieren oder nur anachronistische Werke und Auswüchse einer negativ strafenden Pädagogik sind.
Insbesondere der Aspekt der häufig vorkommenden Gewalt soll schon in Grundzügen erörtert werden und in einem der folgenden Salons anhand des Horror-Genres weiter vertieft und diskutiert werden, ob Gewalt in Kinderbüchern und mögliche Gewalterfahrungen die Entwicklung der Sprache von Generationen und damit möglicherweise deren Willen zur Gewaltausübung mit geprägt haben. Weiterhin wird zu diskutieren sein, ob textlich gefasste und später in visuellen Medien dargestellte Gewalt einem sich steigernden oder ggfls. sogar linear steigernden Potenzial unterworfen ist – Ausgang hierfür sind Anschauung von Filmen, Serien und Computerspielen, die mit gröbsten Gewaltdarstellungen arbeiten.
Gleichzeitig soll auch über den Einfluss der Romantik auf die Entstehung des Horrorgenres sinniert werden und darüber, wie romantische Vorstellungen von Übernatürlichkeit die Wahrnehmung vieler Menschen in der modernen Welt geprägt haben.